Die derzeitige Wirtschaftslage in der privatwirtschaftlichen Archäologie Deutschlands (DGUF-Monitoring-Report privatwirtschaftliche Archäologie 2019)

An einer DGUF-Umfrage im Sommer 2019 in der privatwirtschaftlichen Archäologie Deutschlands - der ersten zu diesem Thema - nahmen ca. 30 % der in Deutschland tätigen Grabungsfirmen teil. Aus den erhobenen Daten lässt sich ableiten, dass die Anzahl der in der privatwirtschaftlichen Grabungsarchäologie Beschäftigten personell die gleiche Größenordnung hat wie das Fachpersonal der staatlichen Bodendenkmalpflege, Museen und Forschung zusammengenommen! Insgesamt wächst der Arbeitsmarkt privatwirtschaftliche Archäologie im Untersuchungszeitraum um mehr als ein Drittel. Der jährliche Gesamtumsatz der Branche kann auf um 90 Mio. Euro geschätzt werden.

An der Umfrage der DGUF im Sommer 2019 in der privatwirtschaftlichen Archäologie Deutschlands nahmen ca. 30 % der derzeit insgesamt ca. 120 in Deutschland tätigen Grabungsfirmen teil. Aus den erhobenen Daten lässt sich ableiten, dass die Anzahl der in der privatwirtschaftlichen Grabungsarchäologie Beschäftigten mit insgesamt etwa 1.860 bis 2.850 Mitarbeitern weitaus höher ist, als es ältere Studien bisher nahelegten, und personell die gleiche Größenordnung hat wie das Fachpersonal der staatlichen Bodendenkmalpflege, Museen und Forschung zusammengenommen.

Die Grabungsfirmen geben im bundesweiten Mittel an, ihren Mitarbeiterstab in den zurückliegenden zwölf Monaten um 27 % aufgestockt zu haben und bis Sommer 2020 um weitere 6 % aufstocken zu wollen, was hochgerechnet zusätzlichen ca. 145 Neuanstellungen entspricht. Insgesamt wächst der Arbeitsmarkt in der Grabungsarchäologie gegenüber Mitte 2018 innerhalb von zwei Jahren um mehr als ein Drittel. Der jährliche Gesamtumsatz der Branche kann auf um 90 Millionen Euro geschätzt werden. Firmeninhaben wie auch einzelne Dienstleister benennen als ihre dominanten Sorgenfelder vor allem das niedrige Preis- und Lohnniveau sowie die mangelnde grabungspraktische Qualifikation der Arbeit Suchenden; sie wünschen sich bessere Ausschreibungen und ein konsequenteres Qualitätsmanagement.

Siegmund, F. & Scherzler D. (2019). Die derzeitige Wirtschaftslage in der privatwirtschaftlichen Archäologie Deutschlands – DGUF-Monitoring-Report privatwirtschaftliche Archäologie 2019. Archäologische Informationen 42, 78-98. [PDF]

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